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Teeseminar in der “Villa Luna”

Donnerstag, Dezember 10th, 2009

“Kaffe trinken, Tee genießen” , Mahesh Hewakandamby Informiert

Zeitungsartikel vom Dezember 2009 aus 'Hallo Halver'

Zeitungsartikel vom Dezember 2009

Man trinkt Tee, damit man den Lärm der Welt vergisst, heißt es in einem chinesischem Sprichwort. Der Lärm der Welt wird auch in Halver ausgeblendet. Bei einer Tasse Tee natürlich. In der Halveraner Villa Luna nahmen rund ein Dutzend Teilnehmer eine Auszeit vom Alltag. Mahesh Hewakandamby hatte zu einem einzigartigem Teeseminar geladen.
“Praktisch unter dem Teebaum geboren”, sei der Seminarleiter, der sich und sein ganz persönliches Anliegen vorstellt. Überall auf der Welt gäbe es Weinseminare und -verkostungen. Aber Teeseminare? – Tee gehört für den gebürtigen Singhalesen zu dem kostbarsten Nass, das getrunken wird. Dem selbständigen Teehändler und -tester geht es an diesem Freitagabend nicht um eine billige Verkaufsschau. Die Teekultur will der 44-jährige im “Kaffe-Land” Deutschland vermitteln. “Kaffee kann man trinken, Tee muss man genießen”, so das Credo des passionierten Teetrinkers.
Der Wasserkocher ist jetzt eingeschaltet. Mahesh Hewakandamby öffnet das erste Teegefäß und löffelt hell-grüne Teeblätter in eine Glaskanne. Wie viel er denn genau portioniere, möchte eine Teilnehmerin aus Hagen wissen. Als Halveraner, der mittlerweile seit 21 Jahren in Deutschland lebt und arbeitet, würde er jetzt 2,5 Gramm pro Person sagen. Aber in seiner Heimat seien genaue Zahlen nicht so wichtig.
Der Tee wird nun in kleinen Tässchen serviert. Sehr mild mit einer leichten Heu- und Grasnote schmeckt dieser erste Tee. Die zweite, ebenfalls weiß-grüne Sorte, schmeckt etwas intensiver. “Jeder Tee hat seinen eignen Charakter”, erläutert Mahesh Hewakandamby. Von der Plantage seines Onkels in Sri Lanka, die seit mehreren Generationen von der Familie bewirtschaftet wird, wird dann ein schwarzer Tee serviert. Gerade einmal drei Tage alt sind die frisch gepflückten Blätter von dem Inselstaat im indischen Ozean. Kupferfarben ist der Gefäßinhalt, mild und doch geschmackvoll mit einer rauchigen Note. “Der hat uns am Besten geschmeckt”, lässt sich das Hagener Ehepaar direkt nachschenken.
Vollkommen entspannt und zufrieden sind die Teilnehmer am Ende des zweistündigen Seminars. Wie schon das chinesische Sprichwort besagt, konnten sie den Lärm der Welt vergessen. Und Mahesh Hewakandamby hat den ersten Schritt seiner “Missionarsarbeit” erfolgreich beendet: Nämlich die Teekultur auch in Deutschland zu etablieren.

(c) Bericht und Foto: Christian Schubert, Erschienen in “Hallo Halver”, Ausgabe Dezember 2009